Schulprogramm

Wer wir sind

Die Waldschule Alfter ist eine Förderschule mit dem Schwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung in Trägerschaft des Rhein-Sieg-Kreises. Ca. 103 Schülerinnen und Schüler in den Klassenstufen 1-6 werden derzeit im Bildungsgang der Grundschule, bei entsprechendem Bedarf auch im Bildungsgang Lernen oder Hauptschule, von 16 Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen gefördert.
Über die schulische Förderung hinausgehend werden im Nachmittagsbereich 24 Kinder in drei FOGS Gruppen (Fördernde-Offene-Ganztags-Schule) von jeweils einer Sozialpädagogin und jeweils einem jungen Erwachsenen im Rahmen des FSJ oder des BfD betreut. Schulübergreifend stehen zwei Schulsozialarbeiter anteilig für soziale Gruppenarbeit oder auch für die Begleitung individueller Problemlagen der Schülerinnen und Schüler und ihrer Familien zur Verfügung. An den Schulvormittagen werden die Schülerinnen und Schüler gemäß ihren individuellen Förderbedürfnissen in Klassen von bis zu zehn Schülerinnen und Schüler intensiv begleitet. Dabei spielt die Befriedigung der Grundbedürfnisse nach emotionaler Geborgenheit und Annahme der eigenen Person eine ebensolche Rolle wie Trainings zum Arbeits- und Sozialverhalten oder die Vermittlung der im Lehrplan geforderten fachlichen Inhalte.

Wen wir fördern

Die Waldschule Alfter besuchen Schülerinnen und Schüler, die

  • schulmüde,
  • ängstlich,
  • unglücklich,
  • aggressiv,
  • gehemmt,
  • frustriert,
  • verunsichert,
  • enttäuscht

sind, die aufgrund ihrer individuellen Entwicklung Leistung verweigern, Beziehungen nur eingeschränkt aufbauen und ein geringes Selbstwertgefühl entwickelt haben und so in ihrem bisherigen Lebensumfeld zum Außenseiter geworden sind. Ein Verbleib an der Regelschule unter den bisherigen Rahmenbedingungen scheint für alle Beteiligten nicht mehr möglich, so dass die Überprüfung eines sonderpädagogischen Förderbedarfs gemäß AOSF beim Schulamt beantragt wurde. Bei festgestelltem vorrangigem Förderbedarf Emotionale und soziale Entwicklung können die Schülerinnen und Schüler an die Waldschule Alfter wechseln.

Was uns wichtig ist

Ziel unserer Arbeit ist es, dass die Schülerinnen und Schüler

  • wieder gerne zur Schule gehen
  • neue Freude am Lernen entdecken
  • Erfolgserlebnisse verbuchen
  • Ehrgeiz und persönliche Ziele entwickeln
  • eigene Stärken und Schwächen erkennen und akzeptieren
  • Selbstvertrauen gewinnen
  • Beziehungen aufbauen und Freunde finden
  • Grenzen und Regeln akzeptieren
  • neue Konfliktlösestrategien erlernen.
Wie wir arbeiten

In der folgenden Grafik finden sich Kernaussagen in Bezug auf unsere Arbeit. Dabei richtet sich unser Augenmerk zunächst einmal auf die Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern, im Sinne systemischen Denkens, schnell aber auch auf die Eltern, außer- und innerschulischer Partner sowie uns selbst.droppedImage_9

Zum besseren Verständnis sollen die Kernaussagen in Bezug auf die Arbeit mit den Schülerinnen und Schüler im Folgenden näher ausgeführt und beispielhaft aufgezeigt werden:

Das Angebot von Beziehung – Lehrer als Person in seiner Individualität und Professionalität

  • Begleitung der Kinder auch in emotional herausfordernden Situationen
  • offenes Ohr für Belange, Wünsche, Nöte der Schülerinnen und Schüler
  • Schüler-Lehrer-Bindung: Empathie, Begrüßungs- und Abschiedsrituale (z.B. Hand geben), Lob und Bestärkung, offene Unterrichtseinstiege als Austauschforum
  • Schaffen einer Atmosphäre des „sich Wohlfühlens“.

Das Angebot einer klaren Struktur als Orientierung und Rahmen, ohne die persönlichen Entfaltungsmöglichkeiten einzuengen

  • Tagesplan, Rhythmisierung des Tages und der Unterrichtsstunden
  • gemeinsames Aufstellen von Regeln und Konsequenzen (Transparenz): Klassenregeln, Schulregeln, …)
  • EPU-Regeln mit Methoden: Raumgestaltung, Struktur, Transparenz, Verstärkung, Spiegeln, Time-Out
  • ritualisierende Abläufe mit offener Ausgestaltungsmöglichkeit
  • soviel Struktur wie nötig, so wenig Struktur wie möglich.

Wir stellen die Individualität aller Schülerinnen und Schüler in den Mittelpunkt unserer Arbeit: individuelle Förderplanung als Kern der pädagogischen Arbeit

  • an Stärken orientiert / ressourcenorientiertes Arbeiten
  • Erfolge vermitteln
  • eigene Reflektion stärken
  • konkrete Rückmeldungen (Lob konkretisieren, Kritik mit Verbesserungsmöglichkeiten verbinden).

Wir organisieren Lernprozesse: Angebote von Lernerfahrungen breit differenziert

  • Wochenplan (offene Unterrichtsmethoden)
  • Werkstattarbeit – Stationen
  • Projekte
  • phasenweise Bewegungsangebote (Brain-Gym)
  • ganzjährige, klassenübergreifende Projekte (Sj. 09/10: Zirkus in der Waldschule Alfter)
  • wechselnde Methoden und Inhalte
  • mit zunehmender emotionaler Stabilität: Ausbau der curricularen Angebote und Option auf Rückschulung.

Wir begleiten die Kinder in Bezug auf ihr Erleben in sozialen Gruppen

  • tiergestützte Pädagogik
  • handlungsorientierte Angebote zum Training der Kooperationsfähigkeit
  • erlebnispädagogische Angebote
  • gemeinsames Feiern und Spielen
  • Eingehen auf Bedürfnisse (z. B. Geburtstagsfeiern).
Was wir haben

Um einen Überblick über die Rahmenbedingungen an der Waldschule Alfter zu vermitteln, werden im Folgenden die Aspekte qualifiziertes Personal, kleine Klassen, Nachmittagsangebot FOGS, Schulsozialarbeit, Raumangebot, Teilstandort, Tagesstruktur und Kooperationspartner einzeln beschrieben.

Qualifiziertes Personal

Das Lehrerkollegium der Waldschule Alfter setzt sich aus derzeit 16 Sonderschullehrerinnen und Sonderschullehrern zusammen, die als ganze Personen den Schülerinnen und Schülern in allen Belangen zur Verfügung stehen. Neben der Individualität jedes Einzelnen zeichnet sich die professionelle Lehrerpersönlichkeit aus durch:

  • Stabilität der Persönlichkeit
  • Fachwissen
  • Flexibilität (in Bezug auf Unterrichtsorganisation, Einstellen auf aktuelle Probleme und Reaktionsformen auf situative Besonderheiten)
  • Belastbarkeit (Umgang mit Konflikten, Störungen und Aggressionen)
  • positive Grundeinstellung gegenüber jedem Kind
  • breitgefächertes pädagogisches Instrumentarium.

Um diesem Anspruch gerecht werden zu können, wird die Notwendigkeit der ständigen Fortbildung von allen Kolleginnen und Kollegen der Waldschule als grundlegend erachtet.

Kleine Klassen

Die Klassen an der Waldschule sind in drei Schulstufen gegliedert: die Schuleingangsstufe, die Stufe 3/4 sowie die Orientierungsstufe. Im Schuljahr 2016/2107 umfasst die Schuleingangsstufe 6 parallel organisierte, jahrgangsübergreifende Klassen á 7-8 Schülerinnen und Schüler. Je zwei Klassen sind dabei zu einem Team zusammengefasst, was vielfältige Kooperationen, gemeinsame Unterrichtsprojekte, das Bilden von Neigungs- und Leistungsgruppen sowie einen kollegialen Austausch über einzelne Schülerinnen und Schüler ermöglicht. Die Stufe 3/4 umfasst 4 parallel organisierte, jahrgangsübergreifende Klassen á 9-10 Schülerinnen und Schüler sowie eine Klasse mit 14 Schülerinnen und Schülern, die mit einem Lehrerteam besetzt ist. Die Orientierungsstufe, eine Klasse mit 10 Schülerinnen und Schülern, bildet die Schnittstelle zur weiterführenden Schule. Im Laufe des 5. oder auch 6. Schuljahres werden für diese Schülergruppe Rückschulungsmöglichkeiten an Regelschulen der Region ausgelotet und mit Hilfe diagnostischer Praktika individuelle Wege zurück in das Regelschulsystem gesucht. Aus diesem Grund reduziert sich die Klassenstärke in den laufenden Schuljahren. Hierdurch bietet sich die Möglichkeit, die Kinder, auch wenn sie probeweise Schülerinnen und Schüler der Regelschule geworden sind, weiter zu begleiten.

Aufgrund der Einrichtung von kleinen Klassen, insbesondere von sehr kleinen Klassen in der Schuleingangsstufe, ist die oben beschriebene individuelle Förderung jedes einzelnen Kindes auch im Schulalltag sichergestellt.

Nachmittagsangebot FOGS

In Anlehnung an die OGS-Gruppen der Grundschulen besteht an der Waldschule Alfter ein nachmittägliches Förderangebot (FOGS – Fördernde-Offene-Ganztags-Schule) bei deutlich verbesserten Rahmenbedingungen: Drei Sozialpädagoginnen fördern, mit Unterstützung von je einem BfDler oder FSJler, insgesamt 24 Kinder, die in drei Gruppen aufgeteilt sind. Das Angebot beginnt im Anschluss an den Unterricht, frühestens um 11.30 Uhr. Es beginnt täglich mit der Zubereitung des gemeinsamen Mittagessens, umfasst in der Regel die Hausaufgabenbetreuung sowie zusätzliche fördernde Angebote und einen musischen, kreativen oder sportlichen Bereich. Die Maßnahme endet schultäglich um 16.30 Uhr, freitags 15.30 Uhr.

Schulsozialarbeit

Für die Schülerinnen und Schüler unserer Schule, die im Zuständigkeitsbereich des Kreisjugendamtes wohnen (Gemeinden Alfter, Swisttal und Wachtberg) sind zwei Schulsozialarbeiter des Kreisjugendamtes zuständig. Frau Ellen de Groot und Herr Pauls-Hergarten sind mit eigenem Büro in der Waldschule Alfter vertreten. Sie betreuen Schülerinnen und Schüler sowie deren Familien, die sie als Vertreter des Jugendamtes um Unterstützung gebeten haben. Durch ihre Anwesenheit in der Schule haben sie Gelegenheit, diese Kinder auch außerhalb ihres häuslichen Umfeldes zu erleben und so zu einem umfassenden Eindruck ihrer Persönlichkeit zu gelangen.
Gleichzeitig bieten sie für alle Schülerinnen und Schüler der Schule regelmäßig Aktionen und Gruppenangebote im Rahmen des Vormittags an und organisieren in den Sommerferien eine mehrtägige Ferienfreizeit. Diese Angebote haben sich als persönlichkeitsfördernd und stützend für die Entwicklung der Kinder erwiesen. Auch ermöglicht die Anwesenheit der Sozialpädagogen in der Waldschule Alfter einen intensiven, am Kind orientierten Austausch, wodurch das Erarbeiten und Aktualisieren gemeinsamer pädagogischer Strategien erleichtert wird.

 Raumangebot

Das Schulgelände der Waldschule Alfter ist geprägt durch einen dichten Baumbestand, der zu vielfältigen Spielen in der Natur einlädt. Darüber hinaus bietet der Schulhof einen Fußballplatz, unterschiedliche Schaukeln, ein Klettergerüst, einen Sandkasten, eine Rutsche, eine große Wippe, eine neue Seilbahn etc., die zu unterschiedlichen Spielen einladen. Das Schulgebäude ist sinnvoll in das Relief der Erdoberfläche eingepasst: Während die Klassenräume sich auf Schulhofniveau befinden, sind der Verwaltungstrakt und einige Fachräume als Untergeschoss dem abfallenden Gelände angepasst. Die meisten der derzeit 9 Klassenräume haben einen Gruppenraum und verfügen neben der Standardausstattung auch über eine Containerküche sowie eine Computerecke mit 3–5 PCs. Alle Einzel-PCs in den Klassen sind vernetzt. Die Nutzung elektronischer Medien ist somit fester Bestandteil der Unterrichtspraxis.

Neben den 9 Klassenräumen gibt es nur noch wenige Fachräume, die für entsprechende Unterrichtsinhalte bzw. Differenzierungsangebote zur Verfügung stehen:

  • der Kunst- / Werkraum (Aufgrund der steigenden Schülerzahlen musste der Holz-Werkraum zugunsten eines Klassenraumes aufgegeben werden. Die Werkzeugschränke und Maschinen wurden vorübergehend in den Kunst- und Tonraum integriert. Dieser neu kombinierte Kunst- und Werkraum ist ausgestattet für das künstlerische Gestalten mit Ton und Keramik und hat einen separaten Brennraum.)
  • der Gymnastik- und Sportraum (Dieser Raum ist der größte der Schule und als Mehrzweckraum ausgelegt. Die Sportgeräte Reck und Barren sind zerlegbar und mit den Kästen, Böcken, Mattenwagen und den Schränken für Gymnastikgeräte im Geräteraum untergebracht.)

Der Naturwissenschaftsraum mit der Materialsammlung für den Physik- und Chemieunterricht der Orientierungsstufe sowie für den naturwissenschaftlich und technisch orientierten Sachunterricht musste ebenfalls zugunsten eines weiteren Klassenraumes aufgegeben werden. Die Materialien wurden im Lehrer-Vorbereitungsraum untergebracht und können von dort in die Klassen ausgeliehen werden. Der mehrfach genutzte Beratungs-, Differenzierungs- und Therapieraum im Verwaltungstrakt wurde 2014/2015 zum Büroraum der stellvertretenden Schulleiterin umfunktioniert. Temporär dient dieser weiterhin als Differenzierungsraum. Für Beratung, Therapie und weitere Differenzierungsangebote stehen derzeit die FOGS Räume bis 11.30 Uhr zur Verfügung. Zwei Gruppen der FOGS sind in einem Neubau dem Schulgebäude angeschlossen. Neben einem Gemeinschaftsraum mit integrierter Küche und gemeinsamen Essplatz steht jeder Gruppe ein weiterer Raum mit Arbeitsplätzen für die Hausaufgaben, einem PC aber auch  Platz für Freispielphasen zur Verfügung. Eine weitere FOGS-Gruppe ist im Erdgeschoss untergebracht und bietet die gleichen räumlichen Gegebenheiten wie die der beiden anderen FOGS-Gruppen. Das Foyer rundet die räumlichen Angebote der Waldschule Alfter ab. Es dient der Schulgemeinde als Versammlungsraum und bietet Platz für die Billard-Anlage.

Teilstandort

Zum Schuljahr 2016/2017 ermöglicht der Rhein-Sieg-Kreis für die Waldschule Alfter, in der städtisch geführten ehemaligen Hauptschule Oedekoven, einen Teilstandort mit insgesamt drei Klassen der Jahrgänge 3/4 sowie 5/6. Starten wird dieser neue Teilstandort mit insgesamt 33 Schülerinnen und Schülern in drei Schulklassen und zwei Differenzierungsräumen. Das bewährte und erfolgreiche pädagogische Konzept der Waldschule Alfter am Hauptstandort in Alfter-Witterschlick, wird auch in Oedekoven angeboten und weitergeführt.

Der Beginn des neuen Schuljahres 2016/17 wird für Schülerinnen und Schüler wie auch für das Lehrpersonal spannend. Denn neben dem großen Gebäude mit seinen großzügigen Außenanlagen, existieren dann zwei Schulformen in diesem Gebäude nebeneinander. Die „Schule an der Wicke“ (Förderschwerpunkt Sprache) nutzt, auf Grund der Sanierung und Modernisierung ihres eigenen Schulhauses in Alfter-Gielsdorf, schon seit längerem das Schulgebäude in Oedekoven.

Das Schulleitungsteam der Waldschule Alfter ist aber sicher, dass das Nebeneinander gut klappen wird, zumal man „Teilstandorterfahren“ ist. Im Schuljahr 2015/16 kooperierte die Waldschule Alfter mit der Gemeinschaftsgrundschule in Witterschlick. Im dortigen OGS-Gebäude waren zwei Klassen der Jahrgänge 1 und  2/3 untergebracht. Im Verlauf des Schuljahres entwickelten sich dort Kooperationen, die beide Schulen als gewinnbringend empfanden.

Tagesstruktur

Aufgrund der Größe des Einzugsbereichs des linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreises werden die Schülerinnen und Schüler zum überwiegenden Teil mit Kleinbussen und Taxen in die Waldschule Alfter gebracht. Ab 7.45 Uhr kommen die Schüler aus der Obhut der Fahrer und deren Begleitpersonen in die Schule und begeben sich in ihre Klassenräume. Hier werden sie von ihren Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern empfangen, so dass auf die Frühaufsicht auf dem Schulhof verzichtet werden kann. Der Unterricht startet jeden Morgen um 7.45 Uhr und endet je nach Stundenplan im Zeitraum zwischen 11.30 Uhr – nach der vierten Stunde – und 13.10 Uhr nach der sechsten Stunde. Stehen im ersten Unterrichtsblock zumeist curriculare Inhalte der Fächer Mathematik, Deutsch oder Englisch im Vordergrund, so ist der zweite Block stärker durch projektorientiertes oder fächerübergreifendes Arbeiten geprägt. Im letzten Block werden schwerpunktmäßig Förderangebote und sonderpädagogische Maßnahmen für Kleingruppen angeboten. Mittwochs finden in diesem Zeitraum, die frei von den Schülerinnen und Schülern gewählten, AGs statt. Nach den ersten beiden Unterrichtsstunden gehen die Kinder in eine 20 minütige Bewegungspause auf dem Schulhof oder in den hinteren Schulgarten.
In der Pause stehen allen Schülerinnen und Schüler vielfältige Bewegungs- und Spielangebote offen. Zu Beginn einer jeden Pause öffnet die Spielausleihe. Hier können von jedem Kind Kleinspielzeuge aber auch Fahrzeuge, TT-Schläger oder ein Fußball zur eigenen Nutzung ausgeliehen werden. Eine Aufsicht steht bei Bedarf als Schiedsrichter für ein Fußballspiel zur Verfügung.
Neben den vier Aufsichten im Pausenbereich steht ein weiterer Lehrer in Form einer „Hintergrundaufsicht“ im Schulgebäude bereit, um Schülerinnen und Schüler aufzunehmen, die sich in der Pause nicht mehr an Regeln und Abmachungen halten können. Hier besteht die Möglichkeit, das eigene Verhalten begleitet zu reflektieren und Handlungsalternativen zu entwickeln.
Die sich der Pause anschließende Frühstückszeit von 9.50 Uhr bis 10.00 Uhr kann bei Bedarf genutzt werden, um Konflikte zu klären, die zwischen Schülerinnen und Schülern verschiedener Klassen entstanden sind. In der „kleinen“ Pause 11.30 Uhr bis 11.40 Uhr führen zwei Lehrerinnen oder Lehrer Aufsicht (Bus- und Hofaufsicht). In dieser Zeit steht der Schulhof mit seinen vielfältigen Bewegungsangeboten als Bewegungsraum den Schülerinnen und Schüler zur Verfügung.

Kooperationspartner

Bewährt hat sich auch die Zusammenarbeit mit einer ergotherapeutischen Praxis, deren drei Mitarbeiterinnen einmal wöchentlich in die Schule kommen, um im Sportraum oder in den Räumen der FOGS ergotherapeutische Behandlungen durchzuführen. Das Angebot wendet sich an die Schülerinnen und Schüler, denen aufgrund einer ärztlichen Diagnose eine Ergotherapie verordnet wurde. In engem Austausch zwischen Klassenlehrer und Ergotherapeutin können bspw. Probleme mit der Schreibhaltung, mit kurzen Konzentrationsphasen, etc. multidisziplinär bearbeitet und nach Lösungsmöglichkeiten gesucht werden. Seit dem Schuljahr 2015/2016 bietet die Waldschule Alfter zudem die Möglichkeit der Logopädie. Eine Mitarbeiterin einer logopädischen Praxis kommt zweimal pro Woche zur Schule und arbeitet mit Schülerinnen und Schülern, die ebenfalls eine ärztliche Verordnung zur Sprachförderung erhalten haben.

Für die Familien, die nicht in den Verantwortungsbereich der o.g. Sozialpädagogen fallen, knüpfen die Klassenlehrer bei entsprechender Anfrage der Eltern Kontakte zu den zuständigen Jugendämtern bzw. arbeiten mit den betreffenden Sozialpädagogen zusammen. Auf Elternwunsch findet auch regelmäßig Austausch bzw. Einstieg in eine Zusammenarbeit mit Erziehungsberatungsstellen bzw. anderer mit dem Kind arbeitender Stellen statt. Einige Schülerinnen und Schüler sind in Tagesgruppen, Wohngruppen und Heimen untergebracht. Die Waldschule Alfter sucht zu diesen Einrichtungen den engen Austausch, um ein abgestimmtes pädagogisches Handeln zu ermöglichen und bietet die Teilnahme an anstehenden Hilfeplangesprächen an.